Deutscher Kopfschmerztag 2026: Neues Spargesetz bedroht wirksame Migränetherapien

10. September 2026 

Presseinformation zur Pressekonferenz der DMKG am 1.9.2026, 9 Uhr:

1. September 2026 – Migräne betrifft in Deutschland rund 14,8 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer [1] – viele davon so schwer, dass Beruf und Alltag darunter leiden. Doch Migräne ist nicht gleich Migräne: Ausprägung, Verlauf und Ansprechen auf Medikamente sind sehr individuell. Moderne CGRP(Calcitonin Gene-Related Peptide)-basierte Medikamente haben die Behandlung schwerer Migräne bei Erwachsenen in den letzten Jahren entscheidend verbessert und eine stärker personalisierte Therapie ermöglicht [2]. Nun soll das Ende Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Therapiefreiheit bei der Verordnung dieser wirksamen und gut verträglichen Präparate stark einschränken. Zum Deutschen Kopfschmerztag am 5. September warnt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) eindringlich vor starren Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung und fordert eine leitliniengerechte und individualisierte fachärztliche Migräneversorgung [3]. 

„Eine frühzeitige, individualisierte Auswahl aus einem breiten Spektrum an Behandlungsoptionen ist entscheidend für den Therapieerfolg“, erklärt PD Dr. med. Lars Neeb, Präsident der DMKG und Chefarzt der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel. „So lassen sich unnötige Behandlungsversuche mit nicht optimal passenden Präparaten vermeiden, eine Chronifizierung der Migräne mit hohen Folgekosten verhindern und die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen erhalten.“ 

GKV-Gesetz erschwert individuelle Therapie 

Das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll das Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten deutlich einschränken: Es fasst alle Substanzen, die in den CGRP-Signalweg eingreifen – monoklonale Antikörper und Gepante – in einer Gruppe zusammen und sieht vor, das wirtschaftlich günstigste Präparat als Leitsubstanz zu definieren. Nach Einschätzung der DMKG könnte das die Verordnung beeinflussen und einen Wechsel auf andere Wirkstoffe erschweren, falls Betroffene individuell nicht ansprechen. „CGRP-basierte Therapien sind ein wesentlicher Fortschritt der Migränebehandlung. Sie sind herkömmlichen Arzneimitteln in Wirksamkeit und Verträglichkeit deutlich überlegen“, betont Prof. Dr. med. Gudrun Goßrau, Generalsekretärin der DMKG und Leiterin des Kopfschmerzzentrums am Universitätsklinikum Dresden. 

Das Potenzial CGRP-basierter Medikamente 

Als migränespezifische, am CGRP-Signalweg ansetzende Therapieoptionen stehen für Prophylaxe und Akuttherapie in Deutschland monoklonale CGRP(-Rezeptor)-Antikörper (Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab, Eptinezumab) sowie Gepante (Atogepant, Rimegepant) mit unterschiedlichen Applikationsformen (subkutan, intravenös und oral) zur Verfügung. Bereits in den Zulassungsstudien erreichte etwa die Hälfte der mit CGRP-Antikörpern behandelten Patientinnen und Patienten eine mindestens 50-prozentige Reduktion der monatlichen Migränetage. Große Real-World-Studien zu Erenumab, Galcanezumab und Fremanezumab bestätigten diese Ergebnisse mit 50-Prozent-Responderraten von 56 bis 77 Prozent. Darüber hinaus zeigte eine Übersichtsarbeit mit 61 Studien und mehr als 18.000 Patientinnen und Patienten, dass nach zwölf Wochen je nach Studienkollektiv 20,2 bis 73,8 Prozent der Behandelten sogar eine Reduktion der monatlichen Migränetage um mindestens 75 Prozent erreichten [4]. 

„Nicht alle Patientinnen und Patienten sprechen gleichermaßen auf dieselben Wirkstoffe an“, so Neeb. Eine Meta-Analyse von 38 Real-World-Studien untersuchte Prädiktoren für das Therapieansprechen – eine verlässliche Vorhersage ist jedoch bisher nur eingeschränkt möglich [5]. „Bis groß angelegte Studien die individuelle Vorhersage künftig weiter verbessern, muss die Therapie flexibel an den einzelnen Patienten anpassbar bleiben.“ 

Auch Kinder und Jugendliche brauchen individualisierte Versorgung 

Eine aktuelle 7-Jahres-Analyse aus einer pädiatrischen Notaufnahme mit 1.278 Kindern und Jugendlichen mit akuten Kopfschmerzen zeigte Potenzial für eine weitere Standardisierung der Akutschmerzversorgung. Die Schmerzintensität wurde nicht in allen Fällen systematisch dokumentiert, eine Analgesie nicht immer durchgeführt. Die Autoren leiten daraus einen Bedarf an Fortbildung sowie an einer engeren Zusammenarbeit mit spezialisierten Kopfschmerzzentren ab [6]. Aus Sicht der DMKG unterstreichen diese Ergebnisse die Bedeutung einer individualisierten und leitliniengerechten Kopfschmerzversorgung über alle Altersgruppen hinweg. 

Therapiefreiheit statt Sparzwang 

Die DMKG appelliert an Kostenträger und Gesundheitspolitik sowie an Ärztinnen und Ärzte, die patientenindividuelle Auswahl aus einem breiten Spektrum CGRP-basierter Therapien und die Möglichkeit eines begründeten Therapiewechsels innerhalb der CGRP-Wirkstoffklasse zu erhalten. Angesichts notwendiger Sparmaßnahmen empfiehlt die Fachgesellschaft gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Verordnung auf Betroffene mit relevanten Einschränkungen von Alltag und Arbeitsfähigkeit zu beschränken und ausschließlich Neurologinnen und Neurologen sowie Ärztinnen und Ärzten mit Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie vorzubehalten [3]. Professorin Goßrau betont: „Die Zukunft der Migränetherapie liegt nicht in der Frage, welches Medikament für alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen geeignet ist, sondern welches individuell wirkt – und vor allem rechtzeitig genug eingesetzt wird, um Chronifizierung, Arbeitsunfähigkeit und hohe Folgekosten langfristig zu verhindern.“  

Literatur 

 [1] Porst M, Wengler A, Leddin J et al. Migräne und Spannungskopfschmerz in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2020;5(S6):2–24. (RKI, BURDEN-2020-Studie) 

[2] Diener H-C, Förderreuther S, Kropp P et al. Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, S1-Leitlinie, 2022, DGN und DMKG, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: https://www.dgn.org/leitlinie/therapie-der-migraneattacke-und-prophylaxe-der-migrane 

[3] Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stellungnahme zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und CGRP-basierten Migränetherapien. Juni 2026. https://www.dmkg.de/assets/uploads/dateien/260616-pm-gkv-gesetz-migrane-final.pdf 

[4] Versijpt J, Paemeleire K, Reuter U, MaassenVanDenBrink A. Calcitonin gene-related peptide-targeted therapy in migraine: current role and future perspectives. Lancet. 2025;405(10483):1014–1026. doi:10.1016/S0140-6736(25)00109-6 

[5] Hong JB, Lange KS, Overeem LH, Triller P, Raffaelli B, Reuter U. A Scoping Review and Meta-Analysis of Anti-CGRP Monoclonal Antibodies: Predicting Response. Pharmaceuticals. 2023;16(7):934. doi:10.3390/ph16070934 

[6] Zaranek L, Zsoldos P, Richter M et al. A 7-year retrospective analysis of the management of children with acute headache presenting in a pediatric emergency department. Cephalalgia. 2026;46(3):3331024261431339. doi:10.1177/03331024261431339  

Terminhinweise 

Freitag, 11. September 2026, 18–19 Uhr 

Online-Patienten-Webinar: „Reha bei Migräne und Clusterkopfschmerz“ 

Tipps aus der Praxis mit PD Dr. med. Charly Gaul, organisiert von der DMKG-Initiative »Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen« in Kooperation mit der MigräneLiga Deutschland e.V. und dem Bundesverband der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppen (CSG) e.V. 

Kostenfreie Anmeldung hier 

Mittwoch, 21. – Samstag, 24. Oktober 2026, Mannheim
Deutscher Schmerzkongress
Schwerpunktthemen: Präzisionsmedizin, Prävention und Partizipation
Die Termine der beiden Pressekonferenzen finden Sie in Kürze hier. 
Registrierung: Deutscher Schmerzkongress 

Presseservice

Gerne unterstützt die Pressestelle Ihre Berichterstattung mit einem individuellen Interview, stellt Ihnen Bildmaterial oder eine Aufzeichnung der Pressekonferenz zur Verfügung.
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Pressekontakt

Pressestelle der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. 

Initiativenbüro »Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen« 

c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstr. 25, 80538 München, Tel.: 089 4614 86-29
E-Mail: presse@attacke-kopfschmerzen.de
www.attacke-kopfschmerzen.de  

Pressesprecherin der DMKG: Prof. Dr. med. Gudrun Goßrau 

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG, www.dmkg.de) ist seit 1979 die interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft für Kopf- und Gesichtsschmerzen, in der Ärzt:innen, Psycholog:innen, Physiotherapeut:innen, Pharmakolog:innen und Apotheker:innen organisiert sind. Die DMKG setzt sich für die Verbesserung der Therapie der vielen Millionen Patient:innen in Deutschland mit akuten und chronischen Kopfschmerzen ein. Die Fachgesellschaft fördert die Forschung und organisiert Fortbildungen für medizinische Fachberufe sowie einmal jährlich gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft den Deutschen Schmerzkongress.  

Mit der Initiative »Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen« will die DMKG die Kopfschmerzversorgung verbessern. Im Fokus stehen Migräne, Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch, Kopfschmerz vom Spannungstyp und Clusterkopfschmerz. Das Angebot richtet sich an alle, die in der Versorgung von Kopfschmerzpatient:innen tätig sind: www.attacke-kopfschmerzen.dehttps://www.attacke-kopfschmerzen.de/. Der Migräne- und Kopfschmerzguide (www.mk-guide.orghttps://www.mk-guide.org/) bietet darüber hinaus praxisrelevantes Wissen zu Diagnostik und Therapie von Kopfschmerzen. Mit der Ärzteplattform esanum (www.esanum.de) besteht eine Content-Partnerschaft. Die Initiative wird finanziell unterstützt von den Unternehmen AbbVie, Lundbeck, Novartis, Organon und Teva. Alle fachlichen Inhalte sind von Expertinnen und Experten aus den Reihen der unabhängigen DMKG ehrenamtlich verfasst und nicht von Werbebotschaften beeinflusst. 

Ergänzend dazu beachten Sie auch bitte die Pressemitteilung von DGN und DMKG:

Pressemeldung der DGN und der DMKG

DMKG und DGN warnen: Fehlende Therapiefreiheit in der Migränebehandlung verschlechtert die Versorgung

Berlin, 16.06.2026 – Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) warnen vor einer Begrenzung der Therapiefreiheit in der Migränebehandlung durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Beide Fachgesellschaften setzen auf eine leitliniengerechte Verordnung durch Spezialisten und halten ein breites Spektrum an Behandlungsoptionen für unabdingbar.

Migräne ist die häufigste neurologische Erkrankung und betrifft in Deutschland 14,8 % der Frauen und 6 % der Männer, vor allem im erwerbsfähigen Alter. Die Erkrankung hat erhebliche volkswirtschaftliche und soziale Folgen: Täglich können in Deutschland hunderttausende Menschen aufgrund von Migräneattacken nicht ihrer Arbeit nachgehen [1, 2]. Bei Frauen unter 50 Jahren ist die Migräne sogar die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Einschränkungen im Alltag.

„Mit einer effektiven Anfallsprophylaxe können wir nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich verbessern, sondern auch die medizinischen und volkswirtschaftlichen Folgekosten erheblich reduzieren“, erklärt Prof. Dr. Peter Berlit, DGN-Generalsekretär.

Denn inzwischen stehen mehrere Substanzen zur Verfügung, die krankheitsspezifisch mit guter Wirksamkeit und gutem Verträglichkeitsprofil zu einer bis dato nicht gekannten Verbesserung der Versorgung beitragen. „Substanzen, die auf den CGRP-Signalweg einwirken – monoklonale Antikörper oder Gepante – stellen einen wesentlichen Fortschritt der Migränebehandlung der letzten 10 Jahre dar. Sie sind in Wirksamkeit und Verträglichkeit herkömmlichen Arzneimitteln deutlich überlegen und reduzieren die migränebedingten Einschränkungen signifikant“, erklärt Prof. Dr. Gudrun Goßrau, Generalsekretärin der DMKG [3].

Der Gesetzentwurf sieht vor, alle Substanzen, die in den CGRP-Signalweg eingreifen, in einer Gruppe zusammenzufassen, das günstigste Präparat zur „Leitsubstanz“ zu machen und einen Wechsel auf andere Substanzen zu erschweren. Die Flexibilität und individuelle Auswahl der medikamentösen Behandlung ist in der Migränetherapie aber entscheidend für den Erfolg. „Die inter- und intraindividuelle Wirkung der Substanzen variiert erheblich: Nicht alle Patientinnen und Patienten sprechen gleichermaßen auf dieselben Medikamente an und selbst bei ein- und derselben Person können zwei Wirkstoffe der gleichen Substanzgruppe unterschiedlich wirksam sein.“ Wie PD Dr. Charly Gaul, Vizepräsident der DMKG, weiter ausführt, sei häufig ein Substanzwechsel erforderlich, da etwa 50 % der Patientinnen und Patienten auf die erste Therapie nicht ansprechen, jedoch rund 30–40 % auf eine weitere Substanz. Sein Fazit lautet: „Einschränkungen beim Therapiewechsel sparen keine Kosten, sondern begünstigen Chronifizierung, kopfschmerzbedingte Fehltage, Einschränkungen in der Produktivität und psychische Komorbiditäten wie Depressionen.“

„Die jetzt im Gesetzentwurf verankerte Einsparmaßnahme ist somit nicht zielführend, sondern könnte langfristig durch Chronifizierung der Beschwerden einen gegenteiligen Effekt haben und höhere Folgekosten nach sich ziehen“, unterstreicht DGN-Präsidentin Prof. Dr. Daniela Berg. Stattdessen schlagen die beiden Fachgesellschaften zwei alternative Maßnahmen für eine wirtschaftlichere Migränetherapie und Einsparungen in diesem Bereich vor.

Zum einen sollte die Verordnung von CGRP-spezifischen Therapien auf Patientinnen und Patienten mit relevanten Einschränkungen von Alltag und Arbeitsfähigkeit aufgrund der Migräne beschränkt werden. Für diese liegt ein erhöhtes Chronifizierungsrisiko bei sehr hoher Krankheitslast vor. Als weitere Maßnahme wird die Verordnung CGRP-spezifischer Wirkstoffe ausschließlich durch Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie oder Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie empfohlen.

„Wie wir wissen, wird weniger als ein Fünftel der Betroffenen leitliniengerecht behandelt [1]. Die Konsequenz ist: Mehr Chronifizierung und Krankschreibungen, im schlimmsten Fall sogar mehr Fälle von Berufsunfähigkeit. Deshalb votieren wir dafür, die Migränetherapie insbesondere von schwer betroffenen Patienten in die Hände von Neurologinnen/Neurologen und Schmerztherapeutinnen/Schmerztherapeuten zu legen, da es sich bei der Migräne um eine komplexe neurologische Erkrankung handelt. Eine frühzeitige, effektive Therapie verhindert hohe Folgekosten“, erklärt PD Dr. Lars Neeb, Präsident der DMKG.

[1] Ruscheweyh R, Goßrau G, Jürgens TP, Ruschil V, Kraya T, Dresler T, Gaul C, Scheidt J, Neeb L. [Migraine patients treated with CGRP(R) antibodies : Are they different from patients treated with nonspecific oral prophylaxis? Analysis from the DMKG headache registry].Schmerz. 2025. doi: 10.1007/s00482-025-00899-1.

[2] Marie Groth, Zaza Katsarava, Marc Ehrlich. Results of the gErman migraine PatIent Survey on medical Care and prOPhylactic treatment Experience (EPISCOPE). 2022 Sci Rep;12(1):4589. doi: 10.1038/s41598-022-08716-w.

[3] Early Use of Erenumab vs Nonspecific Oral Migraine Preventives: The APPRAISE Randomized Clinical Trial.

Pozo-Rosich P, Dolezil D, Paemeleire K, Stepien A, Stude P, Snellman J, Arkuszewski M, Stites T, Ritter S, Lopez Lopez C, Maca J, Ferraris M, Gil-Gouveia R.

JAMA Neurol. 2024 May 1;81(5):461-470. doi: 10.1001/jamaneurol.2024.0368.

PMID: 38526461

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