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02 Pompadour-250Madame Pompadour

Eine vielgelästerte Frau, die vor allem Friedrich der Große mit bösem Spott bedachte, nicht zu seinem Heil; denn dieser ränkevolle Frau, die König Ludwig XV. von Frankreich zur Marquise de Poisson erhoben hatte, vergalt die Schmähungen, indem sie die gefährliche Koalition gegen Preußen in die Wege leitete.

Zur Zeit des Siebenjährigen Kriegs erstreckte sich ihr Einfluss in Paris sogar auf die Ernennung der Heerführer; kein Ministerwagte es. ihr zu widersprechen.

Die tugendhafte Kaiserin Maria-Theresia brachte es über sich, ihr Geschenke zu schicken, nicht nur aus politischer Taktik, sondern weil auch sie Friedrich den Großen ebenso verabscheute wie die Pariserin, die ihn einen Attila nannte. Und mit weiblichen Waffen hat die Pompadour nicht geringere Siege erfochten als der Alte Fritz mit Gewehren und Kanonen. Ihr Vater war Beamter. Dem reichen Liebhaber ihrer Mutter verdankte sie eine ausgezeichnete Erziehung und Heirat mit einem wohlhabenden Finanzpächter. Schon bald nach der Eheschließung lernte sie Ludwig XV. kennen, den lasterhaften König Frankreichs. Den Pächter gab sie auf und wurde fortan erste Dame bei Hofe, wo schließlich geschah, was sie wünschte. Sie förderte Wissenschaften und Künste, doch weitaus fleißiger sorgte sie dafür, die unersättlich Gier des Königs nach Zeitvertreib zu befriedigen, selbst als seine Leidenschaft für sie erkaltete. So macht sie sich unentbehrlich. Sie schürzte mit ihren zarten Händen den Knoten zu hundert Affären, während ganz Europa zu ergründen suchte, was ihr geheimes Wollen war; denn man wusste, ihr Wille war auch der Wille Ludwigs und damit Frankreichs. Umstritten, aber bedeutsam in ihrer geschichtlichen, in mancher Hinsicht liebenswerten Gestalt steht sie in der Geschichte ihrer Zeit. Der Name der Handtaschen unserer Großmütter, die man Pompadour nannte, ist eine kleine Erinnerung an das Leben der klugen Marquise.