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03 Busch 250

Wilhelm Busch

Ich bin geboren im April 1832 zu Wiedensahl als der erste von sieben. Mein Vater war Krämer, heiter und arbeitsfroh, meine Mutter, still und fromm, schaffte fleißig im Haus und Garten... Sechzehn Jahre alt, ausgerüstet mit einem Sonett und einer ungefähren Kenntnis der vier Grundrechnungsarten, erhielt ich Einlass zur Polytechnischen Schule in Hannover... Im Jahre 48 trug auch ich mein wichtiges Kuhbein, welches nie scharf geladen sein durfte, und erkämpfte mir in der Wachstube die bislang noch nicht geschätzten Rechte des Rauchens und des Biertrinkens;

zwei Märzerrungenschaften, deren erste mutig bewahrt, deren zweite durch die Reaktion des Alters jetzt merklich verkümmert ist.... Busch erzählt dann in seiner kleinen Selbstbiographie den Weg, den er in der Ausbildung als Kunstmaler gegangen ist und wie er dazu kam, die ersten Bildergeschichten zu zeichnen und zu dichten. Er fährt fort: „Dann hab' ich sie laufen lassen auf den Markt, und da sind sie herumgesprungen, wie Buben tun, ohne viel Rücksicht zu nehmen auf gar zu empfindliche Hühneraugen... Man hat den Autor für einen Bücherwurm und Absonderung gehalten. Das erste mit Unrecht. Ein Sonderling dürfte er schon eher sein. Für die Gesellschaft, außer der unter vier bis sechs Augen, schwärmt er nicht sehr... So stehe ich denn tief unten an der Schattenseite des Berges. Aber ich bin nicht grämlich geworden, sondern wohlgemut, halb schmunzelnd, halb gerührt, höre ich das fröhliche Lachen von anderseits her, wo die Jugend im Sonnenschein nachrückt und hoffnungsfreudig nach oben strebt".

(Geschrieben von Wilhelm Busch im Jahr 1898)