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„Migräne Radar 2.0" startet durchMiRa Logo

Migräne Radar der Hochschule Hof geht in zweite Phase:
Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein und Universitätsmedizin Rostock sind Projektpartner

Hof, 01.06.2015. Migräne ist eine der häufigen Schmerzerkrankungen, die bei vielen Betroffenen zu Einschränkungen der Lebensqualität und Ausfällen im Sozial- und Berufsleben führt. Mit dem Migräne Radar der Hochschule Hof sollen Migräneanfälle elektronisch erfasst werden, um wissenschaftliche Fragestellungen zum Auftreten dieser Anfälle zu beantworten.

Dr. Charly Gaul, Chefarzt an der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein, empfiehlt Betroffenen die Teilnahme am Projekt „Migräne Radar". Die Projektpartner begleiten das Migräne Radar künftig in allen medizinischen Fragen. Zudem wird die wissenschaftliche Auswertung der Daten in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Hof erfolgen. Die Forschungsergebnisse sollen helfen, die Volkskrankheit Migräne, unter der bundesweit ca. acht Millionen Menschen leiden, besser zu verstehen und in die Behandlung von Migränepatienten einfließen.

Neu ist die Registrierungsmöglichkeit* für Migränepatienten, die individuelle Auswertungen von Migräneanfällen erlaubt. Zur Teilnahme am Migräne Radar sind Patienten aus Deutschland, Österreich sowie der Schweiz aufgerufen. Über die Internetseite haben diese die Möglichkeit, ihre Anfälle zu melden und ein elektronisches Migränetagebuch zu führen.

*die Daten sind anonymisiert. Die Teilnehmer müssen weder Namen noch Adresse mitteilen, eine E-Mail-Adresse reicht, und das kann eine sein, aus der der Namen nicht hervorgeht. Und für die Auswertung wird alles anonymisiert, d.h. es gibt dann nur noch Patienten-IDs. In der Oberfläche sieht jeder Teilnehmer dann nur die eigenen Daten und die Daten Aller nur in aggregierter Form.
Man kann auch die Anwendung als User "test-teilnehmer" mit dem Passwort "test" unverbindlich testen.

Die neuen Migräne Radar Apps werden gerade entwickelt, sie werden im Herbst fertig sein.

Rückblick: Das Migräne Radar 1.0 startete 2011 mit einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011 - Forschung für unsere Gesundheit. Ziel des Projekts war die Untersuchung, inwieweit Umwelteinflüsse, vor allem spezielle Wetterlagen oder Wetterumschwünge, Migräneanfälle auslösen können. Ein Zusammenhang zwischen Wetterumschwüngen und einem vermehrten Auftreten von Migräneanfällen wird vermutet, wissenschaftlich konnte dieser Zusammenhang bisher jedoch noch nicht nachgewiesen werden.


Zum Migräne Radar 2.0

Das Migräne Radar 2.0, gefördert von der Bayerischen Sparkassenstiftung, ist ein Projekt des Instituts für Informationssysteme (iisys) der Hochschule Hof. Es untersucht Auslöser von Migräneanfällen, beispielsweise den Zusammenhang zwischen Wetteränderungen und der Häufigkeit von Migräneanfällen. Projektpartner sind die Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein und die Universitätsmedizin Rostock.